Ein Reisepraktikumsbericht aus Kirgistan

Mit mehreren Tausend Kilometern im Nacken spurteten wir von Almaty über die kleine Grenze von Karkara nach Kirgistan auf die letzten 200 km. Der Termin stand, die Reisegruppe aus Deutschland war schon in Bishkek gelandet und Richtung Osten gefahren. Der spärliche Verkehr zwang uns zu einem langen Fußmarsch, bis uns nach 10 km endlich ein klappriger Opel aufsammelte. Vorbei am Issyl-Kul, über den Basar in Karakol und eine gefühlte Ewigkeit später überraschten wir endlich die vier Leute auf einer Picknickdecke bei Nüsschen und Gurkensalat: Neitschl, Monika und Kristian, nebst Guide und Freund Alban… Die Erinnerung an diesen Moment zaubert immernoch … Ein Reisepraktikumsbericht aus Kirgistan weiterlesen

Back in Almaty

Die wunderschöne Stadt Almaty erreichten wir auf unserer Trampreise nach der Durchquerung Chinas. Dort im Südosten Kasachstans durchzog Ende Mai ein sattes Grün die Straßenzüge und leuchtete vom Alatau-Gebirgszug hinab, der sich im Süden der Stadt über die Wolkenkratzer erhebt. Sobald die Sicht über eine Chaussee oder einen Kanal frei wird (und ein wolkenloser Himmel es erlaubt), drängt sich der verschneite Pik-Talgar mit seinen knapp 5000 m ins Blickfeld. Durch die verschachtelten Innenhöfe der Plattenbauten entschwindet man schnell den lärmenden Hauptstraßen. Die Stadt des Apfels fasziniert mit einer Mischung aus Natur, sowjetischer Historie und moderner Architektur, großzügigen Plätzen und verfallenen … Back in Almaty weiterlesen

Von Pakistan bis Kasachstan

Unser Weg durch Asien per Anhalter hat uns mittlerweile durch 20 Länder getragen. Während der Reise haben wir gespürt, wie diese Länder zusammenhängen, und dass letztendlich auch Deutschland mit Laos verbunden ist. Schätzungsweise 30.000 km haben wir bisher hinter uns. Und unterwegs verändern sich nicht nur die Pilzsorten im Wald. Für eine bessere Vorstellung davon, welches Bild wir auf der Landkarte gemalt haben und wie nahe wir uns sechs Monate später in Zentralasien (Tajikistan) an Islamabad in Pakistan befunden haben, ist die obrige Karte hilfreich. Von Pakistan bis Kasachstan weiterlesen

2500 km durch die Wüste: China Teil 4

China ist riesig und vielfältig. Die ersten 2500 km im Süden führten uns durch eine frische grüne Berglandschaft mit klassischen Pagoden, immerzu tanzenden Sportgruppen und dicht besiedelten Millionenstädten. Anders war der Weg über nochmal 2500 km Richtung Westen, der von der Hochebene in Qinghai und der Wüstenlandschaft in Xinjiang geprägt wird, einer Mondlandschaft mit farbigen Felsen und wenigen Menschen, schneebedeckten Gipfeln und ganz viel Sandwüste. Yaks vs. Kamele. Und Trampen in Xinjiang ist eine Sache für sich. In der Provinz Qinghai spürt man den kulturellen Einfluss aus dem südlich gelegenen Tibet: an der Tempelarchitektur, buschigen Yaks auf den Wiesen und … 2500 km durch die Wüste: China Teil 4 weiterlesen

Richkids: China Teil 3

Wer unterwegs ist in China, dem drückt sich die unaufhaltsame Entwicklung jeden Tag aufs Auge. Eine wohlhabende Mittelklasse wächst rasant und bevölkert die zahlreichen Riesenstädte, von deren Namen (in Europa) noch keiner gehört hat. Xi’an, Chengdu, Kunming, Lanzhou usw. Ganze Stadtteile entstehen in rasender Geschwindigkeit nagelneu, nichts als Hochhäuser und nichts unter 13 Stockwerken, daneben Wohlfühlparks zum Vergnügen und zerstreuen – im Plastikpool Goldfische angeln und in Roboterexoskeletten über den Platz heizen – selbst in den kleinen Großstädten wie Baoji, wo schon seit 10 Jahren mehr Leute leben als in Berlin. Auf LinLins Empfehlung besuchten wir dort ihre Freundin Meili … Richkids: China Teil 3 weiterlesen

Odyssee in China: Teil 2

Trampen in China ist eine Sache für sich. Wer eine Daumenreise wagt, wird beglückt durch die unglaublich guten Autobahnen: eine echte Wohltat insbesondere nach den maroden Straßen in Laos. China ist Konstruktionsweltmeister, das merkt man in den hügeligen Gebieten von Yunnan und Sichuan, kein Berg kann die Schnellstraße aufhalten: gigantische Brücken reihen sich an zahlreiche Tunnel und man durchquert das Gebirge mühelos bei einer konstanten Geschwindigkeit von 120 km/h. Für den Tramper hilfreich erweisen sich die Mautstationen sowohl an den Autobahnauffahrten als auch auf direkter Strecke. Die modernen Raststätten unterwegs sind aufgeräumt, die Toiletten haben (meistens) Türen und es gibt … Odyssee in China: Teil 2 weiterlesen

China ist China ist China – Teil 1

Vor dem Grenzübertritt von Laos (Boten) nach China (Mohan) klopfte mal wieder das Herz bis zum Hals. Der kritische Blick Europas auf das Reich der Mitte erzeugt eine übertrieben wachsame Habachtstellung bei einer Reise in dieses Land. Der Überwachungsstaat China beute aus, überschwemme auf der neuen Seidenstraße alle Märkte mit billiger Ware und wird in ein paar Jahren den Einfluss auf den Westen bis zur feindlichen Übernahme ausdehnen, so der Tenor aus den Berichten. Auch der Visaprozess ist lächerlich kompliziert: eine detaillierte Reiseroute inkl. Unternehmungen wird verlangt, Hotelbuchungen für den gesamten Aufenthalt sowie Hin und- Rückflugtickets. Für alternativen Individualtourismus ist … China ist China ist China – Teil 1 weiterlesen

Leinen los in Laos

An der Grenze Thailand-Laos empfing uns der Grenzbeamte, der unser Visum ausstellen sollte, mit sehr genauen Vorstellungen von unversehrten Dollarscheinen. Da einer der Zwanziger einen Ein-Millimeter-Riss aufwies und auf dem anderen ein kleiner roter Filzstiftstrich der strengen Qualitätskontrolle nicht standhält, musste ich an der Wechselstube nebenan zu schlechtem Kurs neue Scheine erwerben. Das hatten wir uns anders vorgestellt, dieses mysthische Laos: ein Land voller Sonne, grünbewachsener Urwaldberge und mit sehr entspannten Locals (LAO P.D.R. People don’t rush) – das sind wohl die klassischen Attribute, die diesen Landstrich beschreiben. Unsere Erkenntnisse werden dieses Bild etwas erweitern… Der enorm heiße Sonnenschein erhitzte … Leinen los in Laos weiterlesen

Thailands wilder Jungle

Im Tramperhimmel Thailand endeten wir hauptsächlich auf heißen, sonnendurchfluteten Ladeflächen, doch auf diese brachte man uns mal frittierte Bananen oder Bananenchips, mal fanden wir uns inmitten von Bananenstauden wieder, bekamen Eiskaffee gereicht und wurden zum Tempelbesuch oder ins Restaurant mitgenommen. Niemals warteten wir mehr als 30 Minuten auf den nächsten Lift. Die Kommunikation funktionierte zwar nur bruchstückhaft, bis auf die süße thailändische Englischlererin, die Begegnungen waren stets überaus herzlich und gelächelt wurde ununterbrochen. Der Besuch des Nationalparks Nam Nao („Kaltes Wasser“) sollte für eine kleine Erfrischung sorgen: nur 34 °C und viel Schatten im Wald, statt Betonstadt. Zelten konnten wir … Thailands wilder Jungle weiterlesen